login
 
profil
 
neues von...
 
antworten auf...
 
leserschaft
 
einstellungen
 
artikel schreiben
 
Digital

Konsolen gegen PC - Technischer K.o.

Gelöschter Nutzer
9. Februar 2010 19:10 Uhr
875 Kommentare
"Viele Spiele werden auf dem PC besser aussehen, als auf Konsole. Die Entwickler hätten einfach mehr PC-Erfahrung" heißt es in Artikeln verschiedener PC-Magazine. Doch leider ist diese Aussage eine absolut fehlgeleitete Information. Warum, ist in diesem Artikel zu lesen.
Die Xbox:
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Hardware der Xbox 360, die hier die Konsolen vertreten soll.
Die Xbox 360 erschien 2005 und wurde von Microsoft entwickelt.
Neben einem speziell entwickelten, neuartigen Xenon Prozessor arbeitet auch eine Hochleistungsgrafikkarte der Firma ATi im Herzen der Konsole (genauere Angaben unten im Vergleich). Im Veröffentlichungsjahr der Xbox war diese Hardware jedem bezahlbaren PC und Mac überlegen. Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Hardware entwickelt sich, neue Technologien entstehen, doch die Xbox blieb von alldem unberührt. Während für PCs Jahr für Jahr neue Hardware erschien, war die Xbox fest an die Eingebaute gebunden, was zu einer gnadenlosen Alterung der Konsole führte. Hier ein Vergleich in Zahlen, der belegt, dass die Hardware der Xbox der eines aktuellen Rechners nicht gewachsen ist.

Der Vergleich:
Erscheinungsjahr

  • Xbox 2005
  • PC 2010

Preis
  • Xbox: 200 Euro
  • PC: 550 Euro

Prozessor
  • Xbox: 3 x 3,2 Gigahertz
  • PC: 4 x 3,2 Gigahertz

Grafikprozessor
  • Xbox: 500 Megahertz
  • PC: 720 Megahertz

Grafikspeicher
  • Xbox: 10 Megabyte
  • PC: 1024 Megabyte

Arbeitsspeicher
  • Xbox: 512 Megabyte
  • PC: 4096 Megabyte

Mehr Erfahrung bei der Programmierung?
Doch zurück zur ursprünglichen Aussage, PC Spiele würden besser aussehen, weil die Entwickler mehr Erfahrung mit dieser Plattform hätten. Dies ist schlicht und ergreifend falsch. Die Ursache des grafischen Unterschiedes liegt im technischen Verfall der Xbox und dem Fortschritt der Rechner auf diesem Gebiet. Mit der geringeren Rechenkraft und den wenigen Speichereinheiten der Konsolen lassen sich schlicht und ergreifend keine vergleichbaren Modell- und Texturauflösungen sowie Sichtweiten erreichen. Es hat nichts mit der Erfahrung der Entwickler zu tun. Programmiert man immer nur auf der selben Hardware,

umfrage

wie es bei Konsolen der Fall ist, ist das sogar wesentlich einfacher, als wenn man den Quellcode auf unzähligen Kombinationen aus Prozessoren und Grafikkarten lauffähig machen muss, welche sich auch noch in ihrer technischen Beschaffenheit, sei es nun Antialiasing, PhysX oder Crossfire unterscheiden. Doch hierin liegt auch der Vorteil des Rechners. Hier kann ständig die Hardware ausgetauscht werden, die den PC aktuell hält und neue Renderingtechniken (DirectX, OpenGL) lassen sich mit neuen Betreibssystem-Versionen installieren (XP DirectX 9/ Vista DirectX 10/ 7 DirectX 11...).

Fazit:
Somit bleibt letztendlich zu sagen, dass der grafische Unterschied nicht in der Erfahrung der Entwickler begründet ist, sondern im unaufhaltsamen Verfall der Konsolenhardware.
Bis zum Erscheinen neuer Konsolen ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.
Bildquelle: © stock.xchng
9. Februar 2012 01:02 Uhr