Digital
Großes 3D-Kino für die eigenen 4 Wände
Peter Bellmann
5. März 2010 15:30 Uhr
140 Kommentare
...wird noch in diesem Jahr zur Realität! Nach der erfolgreichen Einführung der dritten Dimensionen in Spielen, will man diesen Trend jetzt auch auf Filme übertragen. Dieser Artikel soll noch einmal darauf eingehen, was alles nötig ist, um in den vollen 3D-Genuss zu kommen.
3D in Games
Der Beginn
Schon seit einiger Zeit versucht der Hardwaremarkt 3D-Welten umsatzbringend an den Verbraucher zu bringen. Bis vor kurzem war dieses Unterfangen jedoch weniger von Erfolg gekrönt. Die 3D-Brillen waren einfach zu globig, zu schwer, die Benutzer
bekamen Kopfschmerzen oder es gab einfach zu wenige unterstützende Anwendungen.
Der Neustart
Dies alles änderte sich mit der Einführung einer neuen Technologie, von Nvidia "3D Vision" genannt. Zwar muss hier der Kunde immer noch eine zusätzliche (Shutter-)Brille tragen, diese ist aber vom Tragekomfort und der Verarbeitungsqualität einer normalen Brille gleichzusetzen. Da auch Korrekturbrillenträger in den Genuss von diesem neuen 3D-Erlebnis kommen sollen, lässt sich die Shutterbrille einfach über die schon vorhandene Brille streifen. Komfortnachteile gibt es praktisch keine. Auch die Anzahl der unterstützden Spiele ist beachtlich. Derzeit werden von dieser Technik mehrere hundert Games unterstützt und es werden jeden Monat mehr. Selbst die Spiele, die nicht offiziell auf der Kompatibilitätsliste stehen, können funktionieren. Denn alle Anwendungen, die aus Polygonen aufgebaut sind können auch in 3D dargestellt werden. Zudem verbessert Nvidia die Kompatibilität zu Spielen, die bereits offiziell in der 3. Dimension funktionieren, regelmäßig und fügt auch ständig neue hinzu.
Wird zukünftig nicht nur in Kinos verfügbar sein: 3D
Die Technik
Neben Nvidia`s 3D-Vision Angebot gibt es noch eine recht kostengünstige Alternative. Darauf wird aber noch später in diesem Artikel eingegangen.
Was benötigt man denn um die Vorzüge dieser Technologie genießen zu können?
Um mit Nvidia in die dritte Dimension eintauchen zu können, wirdeine Nvidia-Grafikkarte ab der 8000er Serie benötigt . Eine Geforce 9800 GT (was eine neu-aufgelegte Version der 8800 GT ist) kostet bei Hardwareversand.de ca. 86 Euro. Zusätzlich benötigt man entweder einen LCD Bildschirm mit 120 Hertz Bildschirmfrequenz oder einen älteren Röhrenmonitor, der ebenfalls diese 120Hz (bei angenehmer Auflösung) schafft.
Es gibt momentan aber nur wenige verfügbare 120Hz-Geräte auf dem Markt. Der Großteil der verfügbaren LCD`s hat die Größe 22 Zoll. Gerade mal zwei (nahezu baugleiche) 24 Zoll Monitore gibt es seit kurzem (genauer: 23,6 Zoll) von Acer. Einer davon ist der Acer GD245HQbid (349 Euro), der momentan aber kaum verfügbar ist. Einzig und allein der Versandhändler Otto hat ihn als "lieferbar" gelistet.
Wieso gerade 120Hz?
Um es einfach zu halten: Diese sind nötig, damit die Shutterbrille von Nvidia die Bilder um je einmal 60Hz pro Brillenglas teilen und somit den 3D-Effekt herstellen kann. Natürlich muss man auch noch das Nvidia 3D-Vision-Set bestellen. Dieses gibt es bei Hardwareversand.de für 121 Euro. Also ist man im günstigsten Falle bei einem 500 Euro Upgrade für den PC. Am günstigsten kommt es natürlich, wenn man sich sowieso gerade einen neuen Komplett-PC zusammen stellt. Dann müsste man nur noch das 3D-Vision-Set extra kaufen. Alle anderen Komponenten gehören wohl zum aktuellen Standard.
Bei Risiken und Nebenwirkungen
Manche Personen kennen das schon aus dem 3D-Kino. Nach dem Film schmerzen die Augen oder der Kopf. Woran liegt das? Das liegt daran, dass das Gehirn des Menschen es nicht gewohnt ist, solche "Signale" aufzunehmen und die Augen sich erst anpassen müssen. Laut Aussagen vieler Menschen, die trotzdem weiter in 3D gespielt haben, bessert sich das jedoch sobald sich das Gehirn daran gewöhnt hat.
Eine kostengünstige Alternative
...kommt aus dem Hause IZ3D. Auf der Herstellerseite wird ein kostenloser Treiber angeboten, der ebenfalls den Sprung in die dritte Dimension möglich macht. Und dies auch gleich in mehreren Varianten. Da wäre zum einen die Möglichkeit, falls man eine Rot-Blau Brille aus der Cornflakesschachtel besitzt, das ganze im anaglyphen-Verfahren zu "beäugen". Der Nachteil hierbei ist jedoch der niedrige Tragekomfort sowie die starken Farbverfälschungen und der hohe "Ghost"-Anteil im Bild. Einen ungefähren Eindruck, wie der 3D-Effekt mit anderen Techniken (perfekt) funktioniert, bekommt man jedoch geboten. Wenn es also unentschlossene gibt, die sich nicht entscheiden können, ob sich 3D lohnt, können somit für ca 3 Euro mal kurz über den 2D-Tellerrand schauen. Der IZ3D-Treiber bietet zudem auch die Unterstüzung von Shutterbrillentechnik etc. an.
Die Zukunft des 3D-Gaming
Nvidia will in den kommenden Wochen sicherstellen, dass man auch mit mehr als einem Monitor in 3D spielen kann. Das würde dann aber aller Vorraussicht nur mit einem SLI-Gespann ruckelfrei funktionieren. Und was macht AMD? Nun, AMD hat vor kurzem Angekündigt, ebenfalls von jetzt an in seinen Treibern 3D-Support einzubauen. Die Entwicklung der dazugehörigen Hardware, wie etwa Shutterbrillen, will AMD jedoch Fremdherstellern überlassen.
3D in Filmen
Ein Standard
Vor kurzem hat, laut Gamestar.de, die "Blu-ray Disc Association" einen einheitlichen Standard für 3D Filme verabschiedet. Dieser sieht vor, dass im Laufe diesen Jahres erste 3D-Filme auf Blu-Ray erscheinen. Doch wie soll man diese abspielen? Braucht der Kunde nun schon wieder neue Hardware? Nicht unbedingt. Man braucht lediglich ein handelsübliches Blu-ray-Gerät. Alle moderneren Blu-ray-Geräte wären, laut verschiedenen Quellen, in der Lage, diese Blue-ray`s zu lesen. Man ließe die 3D-Spur einfach anders codieren.
Der Beginn
Schon seit einiger Zeit versucht der Hardwaremarkt 3D-Welten umsatzbringend an den Verbraucher zu bringen. Bis vor kurzem war dieses Unterfangen jedoch weniger von Erfolg gekrönt. Die 3D-Brillen waren einfach zu globig, zu schwer, die Benutzer
umfrage
Der Neustart
Dies alles änderte sich mit der Einführung einer neuen Technologie, von Nvidia "3D Vision" genannt. Zwar muss hier der Kunde immer noch eine zusätzliche (Shutter-)Brille tragen, diese ist aber vom Tragekomfort und der Verarbeitungsqualität einer normalen Brille gleichzusetzen. Da auch Korrekturbrillenträger in den Genuss von diesem neuen 3D-Erlebnis kommen sollen, lässt sich die Shutterbrille einfach über die schon vorhandene Brille streifen. Komfortnachteile gibt es praktisch keine. Auch die Anzahl der unterstützden Spiele ist beachtlich. Derzeit werden von dieser Technik mehrere hundert Games unterstützt und es werden jeden Monat mehr. Selbst die Spiele, die nicht offiziell auf der Kompatibilitätsliste stehen, können funktionieren. Denn alle Anwendungen, die aus Polygonen aufgebaut sind können auch in 3D dargestellt werden. Zudem verbessert Nvidia die Kompatibilität zu Spielen, die bereits offiziell in der 3. Dimension funktionieren, regelmäßig und fügt auch ständig neue hinzu.
Wird zukünftig nicht nur in Kinos verfügbar sein: 3D Die Technik
Neben Nvidia`s 3D-Vision Angebot gibt es noch eine recht kostengünstige Alternative. Darauf wird aber noch später in diesem Artikel eingegangen.
Was benötigt man denn um die Vorzüge dieser Technologie genießen zu können?
Um mit Nvidia in die dritte Dimension eintauchen zu können, wirdeine Nvidia-Grafikkarte ab der 8000er Serie benötigt . Eine Geforce 9800 GT (was eine neu-aufgelegte Version der 8800 GT ist) kostet bei Hardwareversand.de ca. 86 Euro. Zusätzlich benötigt man entweder einen LCD Bildschirm mit 120 Hertz Bildschirmfrequenz oder einen älteren Röhrenmonitor, der ebenfalls diese 120Hz (bei angenehmer Auflösung) schafft.
Es gibt momentan aber nur wenige verfügbare 120Hz-Geräte auf dem Markt. Der Großteil der verfügbaren LCD`s hat die Größe 22 Zoll. Gerade mal zwei (nahezu baugleiche) 24 Zoll Monitore gibt es seit kurzem (genauer: 23,6 Zoll) von Acer. Einer davon ist der Acer GD245HQbid (349 Euro), der momentan aber kaum verfügbar ist. Einzig und allein der Versandhändler Otto hat ihn als "lieferbar" gelistet.
Wieso gerade 120Hz?
Um es einfach zu halten: Diese sind nötig, damit die Shutterbrille von Nvidia die Bilder um je einmal 60Hz pro Brillenglas teilen und somit den 3D-Effekt herstellen kann. Natürlich muss man auch noch das Nvidia 3D-Vision-Set bestellen. Dieses gibt es bei Hardwareversand.de für 121 Euro. Also ist man im günstigsten Falle bei einem 500 Euro Upgrade für den PC. Am günstigsten kommt es natürlich, wenn man sich sowieso gerade einen neuen Komplett-PC zusammen stellt. Dann müsste man nur noch das 3D-Vision-Set extra kaufen. Alle anderen Komponenten gehören wohl zum aktuellen Standard.
Bei Risiken und Nebenwirkungen
Manche Personen kennen das schon aus dem 3D-Kino. Nach dem Film schmerzen die Augen oder der Kopf. Woran liegt das? Das liegt daran, dass das Gehirn des Menschen es nicht gewohnt ist, solche "Signale" aufzunehmen und die Augen sich erst anpassen müssen. Laut Aussagen vieler Menschen, die trotzdem weiter in 3D gespielt haben, bessert sich das jedoch sobald sich das Gehirn daran gewöhnt hat.
Eine kostengünstige Alternative
...kommt aus dem Hause IZ3D. Auf der Herstellerseite wird ein kostenloser Treiber angeboten, der ebenfalls den Sprung in die dritte Dimension möglich macht. Und dies auch gleich in mehreren Varianten. Da wäre zum einen die Möglichkeit, falls man eine Rot-Blau Brille aus der Cornflakesschachtel besitzt, das ganze im anaglyphen-Verfahren zu "beäugen". Der Nachteil hierbei ist jedoch der niedrige Tragekomfort sowie die starken Farbverfälschungen und der hohe "Ghost"-Anteil im Bild. Einen ungefähren Eindruck, wie der 3D-Effekt mit anderen Techniken (perfekt) funktioniert, bekommt man jedoch geboten. Wenn es also unentschlossene gibt, die sich nicht entscheiden können, ob sich 3D lohnt, können somit für ca 3 Euro mal kurz über den 2D-Tellerrand schauen. Der IZ3D-Treiber bietet zudem auch die Unterstüzung von Shutterbrillentechnik etc. an.
Die Zukunft des 3D-Gaming
Nvidia will in den kommenden Wochen sicherstellen, dass man auch mit mehr als einem Monitor in 3D spielen kann. Das würde dann aber aller Vorraussicht nur mit einem SLI-Gespann ruckelfrei funktionieren. Und was macht AMD? Nun, AMD hat vor kurzem Angekündigt, ebenfalls von jetzt an in seinen Treibern 3D-Support einzubauen. Die Entwicklung der dazugehörigen Hardware, wie etwa Shutterbrillen, will AMD jedoch Fremdherstellern überlassen.
3D in Filmen
Ein Standard
Vor kurzem hat, laut Gamestar.de, die "Blu-ray Disc Association" einen einheitlichen Standard für 3D Filme verabschiedet. Dieser sieht vor, dass im Laufe diesen Jahres erste 3D-Filme auf Blu-Ray erscheinen. Doch wie soll man diese abspielen? Braucht der Kunde nun schon wieder neue Hardware? Nicht unbedingt. Man braucht lediglich ein handelsübliches Blu-ray-Gerät. Alle moderneren Blu-ray-Geräte wären, laut verschiedenen Quellen, in der Lage, diese Blue-ray`s zu lesen. Man ließe die 3D-Spur einfach anders codieren.
Bildquelle: © commons.wikimedia.org / Helmut Jilka, © flickr.com/Dominic's pics
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