Digital
Google Street View geht bald online
Hon Gre
10. August 2010 13:06 Uhr
195 Kommentare
Der Internetriese Google will seinen umstrittenen Kartendienst Street View bis Ende des Jahres auch in Deutschland anbieten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Vorher räumt Google jedoch Anwohnern ein gewisses Vetorecht ein. Wie das aussieht, erfährt man hier.
Ein genaues Datum für den Start gab Google jedoch nicht an. Der Kartendienst solle zunächst die 20 größten deutschen Städte darstellen. "Wir freuen uns, Deutschland in die Liste der Länder aufzunehmen, für die Street View schon verfügbar ist. Viele deutsche Nutzer verwenden Street View bereits, um andere Länder in Europa virtuell zu besuchen. Noch dieses Jahr bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Städte zu erkunden sowie Touristen Anreize für einen Besuch zu geben", erklärte Google-Manager Raphael Leiteritz.
So wurden die Bilder aufgezeichnet
Street View ist vor allem in Deutschland immer wieder scharf kritisiert worden, Datenschützer befürchten Verletzungen der Privatsphäre durch die angebotenen Bilder. In der nächsten Woche will der Internetkonzern daher auf der Informationsseite von Street View eine zusätzliche Funktion anbieten. Dort sollen Mieter und Hauseigentümer die Unkenntlichmachung ihres Hauses anhand von Satellitenaufnahmen bereits vor dem Start von Street View beantragen können. Die fraglichen Gebäude sollen in dem Kartendienst dann nur noch weichgezeichnet dargestellt werden.
Es gibt nach wie vor Bedenken
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sieht den Start von Google Street View nach eigener Aussage mit "gemischten Gefühlen". "Rein rechtlich dürfte dagegen nichts zu machen sein, wenn Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden - wenn also nicht Personen erkennbar abgebildet werden und nicht über Hecken oder Zäune die Kamera gerichtet wird", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe).
"Dennoch sehe ich das kritisch. Denn für diejenigen, die ein Haus erwerben möchten, ist das ein angenehmes Hilfsmittel. Für diejenigen, die einen Einbruchdiebstahl planen, aber leider auch."
Bosbach erklärte weiter: "Ich kann mir vorstellen, dass von der Widerspruchsmöglichkeit rege Gebrauch gemacht wird." Ihm persönlich wäre es im Übrigen lieber, wenn Google Street View Häuser nur nach vorheriger Zustimmung der Eigentümer aufnehmen dürfte. "Aber damit wäre vermutlich das Geschäftsmodell tot. Und das wird Google Street View auch wissen."
So wurden die Bilder aufgezeichnet umfrage
Es gibt nach wie vor Bedenken
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sieht den Start von Google Street View nach eigener Aussage mit "gemischten Gefühlen". "Rein rechtlich dürfte dagegen nichts zu machen sein, wenn Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden - wenn also nicht Personen erkennbar abgebildet werden und nicht über Hecken oder Zäune die Kamera gerichtet wird", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe).
"Dennoch sehe ich das kritisch. Denn für diejenigen, die ein Haus erwerben möchten, ist das ein angenehmes Hilfsmittel. Für diejenigen, die einen Einbruchdiebstahl planen, aber leider auch." Bosbach erklärte weiter: "Ich kann mir vorstellen, dass von der Widerspruchsmöglichkeit rege Gebrauch gemacht wird." Ihm persönlich wäre es im Übrigen lieber, wenn Google Street View Häuser nur nach vorheriger Zustimmung der Eigentümer aufnehmen dürfte. "Aber damit wäre vermutlich das Geschäftsmodell tot. Und das wird Google Street View auch wissen."
Textquellen: © dts
Bildquelle: © Flickr.com/ clementpetit2, © flickr.com/byrion
autor