Digital
Google - Die Macht des Internets
Sebastian Opitz
27. November 2009 13:09 Uhr
216 Kommentare
Jeder kennt Google und 90% aller Suchanfragen laufen über Google-Server. Es gibt bereits dutzende zusätzliche Dienste, die der größte Suchmaschinenanbieter zur Verfügung stellt. In diesem Artikel geht es nun um die Problematik, die mit einem "allgegenwärtigen" Google verbunden ist.
Seit der Gründung der Firma Google Inc. 1995 an der Stanford University hat sich das Unternehmen enorm entwickelt. Neben der bekannten Suchmaschine bietet Google auch eine ganze Reihe weiterer Dienste an:
Nicht nur die Suchmaschine
E-Mail-Programme, Preisvergleiche, Nachrichtendienste, Bilder und Video-Recherchen, Routenplanung
und ein digitaler Globus sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Software-Angebot, das Google zu einem enormen Unterhaltungs- und Wissensmonopol im Internet wachsen ließ.
Zukunft
Doch denkt man schon längst zwei Schritte weiter: In Zukunft soll das Spielverhalten von Online-Spielern (z.B. in World of Warcraft) automatisch analysiert werden, alle Bücher der Welt in einer eigenen Internetbibliothek abrufbar sein und mit Google Wave eine eigene Community erstellt werden. Mit dem eigenen Betriebssystem Chrome OS und dem passenden Browser Google Chrome lässt sich bereits jetzt ein PC rein auf Google Basis erstellen. Einen interessanten Bericht zum Google OS hatte newspoint.CC bereits vor einigen Tagen veröffentlicht.
Google hat bereits jetzt zu fast jedem Bereich, für den sich der PC einsetzen läßt, eine Softwarealternative parat.
Nur zum Wohl des Nutzers?
Doch wo ist da der Haken? Wie kann das alles kostenlos sein? Und warum ist ein Suchmaschinenanbieter daran interessiert, das Spielverhalten von Computerspielern zu analysieren, private E-Mails zu "überwachen", jeden Besucher mit einem individuellen Cookie auszustatten und die Chronik jeder Internetsitzung auszuwerten?
Die Werbung macht´s!
Der Grund hierfür ist recht einfach: Werbung so personalisiert und effektiv wie möglich gestalten zu können.
Jeder Benutzer eines Google-Programmes, sei es die Suchmaschine Google oder eines seiner dutzenden Dienste, muss sich darüber im klaren sein, dass seine Eingaben gespeichert und analysiert werden. Daraus wird ein persönliches Profil erstellt, um jeden optimal mit Werbung zu versorgen. Wo kann das hinführen, wenn Google die Daten eines jeden Benutzers speichert und gleichzeitig fast alle Bereiche des täglichen (Internet-)Lebens übernimmt? Man kann sich sehr leicht ausmalen, dass ein einziges Unternehmen, dass Daten von vielen Millionen Internetnutzern der Welt gespeichert und analysiert hat, über ein enormes Machtpotenzial verfügt.
Nur der Anfang?
Laut Google Chef Eric Schmidt will man langfristig so weit gehen, persönliche Daten zu speichern und auszuwerten, um Fragen wie "Welcher Job passt zu mir?" oder "Was soll ich nächstes Wochenende machen" beantwortet zu bekommen. Mit Google Health möchte man, so ist der Plan, sogar eine Patientenakte anbieten, in der der Benutzer seine Krankheiten und Beschwerden eingibt und daraufhin die passenden Medikamente angeboten bekommt.
Google wird also immer mehr zu einem zentralen Bestandteil in der Gesellschaft, man wird praktisch von Google abhängig, wie man auch von Autos oder Uhren in gewisser Weise abhängig ist. Google wird das Internet, so lautet die These.
Kritik
Nicht umsonst wurde Google von der Bürgerrechtsorganisation Privacy International als einziges von 23 Internet-Unternehmen als "datenschutzfeindlich" bezeichnet.
Man muss immer bedenken, dass eine solch gigantische Datenmenge einen riesigen Wert hat. Pharmaunternehmen hätten z.B. Interesse an solchen Akten, um exklusive Angebote machen zu können. Autohersteller fordern die Daten der Benutzer an, welche in ihren E-Mails oder über Sucheingaben an einem Autokauf Interesse zeigen.
Behörden aus aller Welt könnten diese Daten missbrauchen um Straftäter aufzuspüren. Eine Suche nach einer Anleitung zum Bauen einer Waffe, wenn auch nur aus Langeweile, könnte einen Benutzer zu einem potenziellen Terroristen machen.
Ebenfalls kritisch werden die Nutzungsbedingungen gesehen. Anfang Oktober sorgte ein newspoint.CC - Artikel für Irritationen, der herausstellte, dass die Verwendung Googles und seiner Services, gemäß Google-Nutzungsbedingungen, nur Erwachsenen erlaubt sei.
Vorsicht ist geboten
Man sollte also aufpassen, dass man nicht aus Gründen der Bequemlichkeit alles Google überläßt und damit sich selbst frei Haus liefert.
Eine sehr gute Dokumentation zum Thema Google mit dem Titel "Wer hat Angst vor Google?" (von Arte) ist auf YouTube zu finden. Ein kurzer Zusammenschnitt der Inhalte ist in folgendem Video zu sehen:
Auch YouTube wurde überigens im Jahr 2006 von Google übernommen.
Nicht nur die Suchmaschine
E-Mail-Programme, Preisvergleiche, Nachrichtendienste, Bilder und Video-Recherchen, Routenplanung

Zukunft
Doch denkt man schon längst zwei Schritte weiter: In Zukunft soll das Spielverhalten von Online-Spielern (z.B. in World of Warcraft) automatisch analysiert werden, alle Bücher der Welt in einer eigenen Internetbibliothek abrufbar sein und mit Google Wave eine eigene Community erstellt werden. Mit dem eigenen Betriebssystem Chrome OS und dem passenden Browser Google Chrome lässt sich bereits jetzt ein PC rein auf Google Basis erstellen. Einen interessanten Bericht zum Google OS hatte newspoint.CC bereits vor einigen Tagen veröffentlicht.
Google hat bereits jetzt zu fast jedem Bereich, für den sich der PC einsetzen läßt, eine Softwarealternative parat.
Nur zum Wohl des Nutzers?
Doch wo ist da der Haken? Wie kann das alles kostenlos sein? Und warum ist ein Suchmaschinenanbieter daran interessiert, das Spielverhalten von Computerspielern zu analysieren, private E-Mails zu "überwachen", jeden Besucher mit einem individuellen Cookie auszustatten und die Chronik jeder Internetsitzung auszuwerten?
Google war bereits 2007 die teuerste Marke der Welt, noch vor Coca-Cola.
Die Werbung macht´s!
Der Grund hierfür ist recht einfach: Werbung so personalisiert und effektiv wie möglich gestalten zu können.
Jeder Benutzer eines Google-Programmes, sei es die Suchmaschine Google oder eines seiner dutzenden Dienste, muss sich darüber im klaren sein, dass seine Eingaben gespeichert und analysiert werden. Daraus wird ein persönliches Profil erstellt, um jeden optimal mit Werbung zu versorgen. Wo kann das hinführen, wenn Google die Daten eines jeden Benutzers speichert und gleichzeitig fast alle Bereiche des täglichen (Internet-)Lebens übernimmt? Man kann sich sehr leicht ausmalen, dass ein einziges Unternehmen, dass Daten von vielen Millionen Internetnutzern der Welt gespeichert und analysiert hat, über ein enormes Machtpotenzial verfügt.
Nur der Anfang?
Laut Google Chef Eric Schmidt will man langfristig so weit gehen, persönliche Daten zu speichern und auszuwerten, um Fragen wie "Welcher Job passt zu mir?" oder "Was soll ich nächstes Wochenende machen" beantwortet zu bekommen. Mit Google Health möchte man, so ist der Plan, sogar eine Patientenakte anbieten, in der der Benutzer seine Krankheiten und Beschwerden eingibt und daraufhin die passenden Medikamente angeboten bekommt.
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Kritik
Nicht umsonst wurde Google von der Bürgerrechtsorganisation Privacy International als einziges von 23 Internet-Unternehmen als "datenschutzfeindlich" bezeichnet.
Man muss immer bedenken, dass eine solch gigantische Datenmenge einen riesigen Wert hat. Pharmaunternehmen hätten z.B. Interesse an solchen Akten, um exklusive Angebote machen zu können. Autohersteller fordern die Daten der Benutzer an, welche in ihren E-Mails oder über Sucheingaben an einem Autokauf Interesse zeigen.
Behörden aus aller Welt könnten diese Daten missbrauchen um Straftäter aufzuspüren. Eine Suche nach einer Anleitung zum Bauen einer Waffe, wenn auch nur aus Langeweile, könnte einen Benutzer zu einem potenziellen Terroristen machen.
Ebenfalls kritisch werden die Nutzungsbedingungen gesehen. Anfang Oktober sorgte ein newspoint.CC - Artikel für Irritationen, der herausstellte, dass die Verwendung Googles und seiner Services, gemäß Google-Nutzungsbedingungen, nur Erwachsenen erlaubt sei.
Vorsicht ist geboten
Man sollte also aufpassen, dass man nicht aus Gründen der Bequemlichkeit alles Google überläßt und damit sich selbst frei Haus liefert.
Eine sehr gute Dokumentation zum Thema Google mit dem Titel "Wer hat Angst vor Google?" (von Arte) ist auf YouTube zu finden. Ein kurzer Zusammenschnitt der Inhalte ist in folgendem Video zu sehen:
Auch YouTube wurde überigens im Jahr 2006 von Google übernommen.
Bildquelle: © flickr.com/dannysullivan
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