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Digital

Ausweitung der Netzsperren gefordert

Matthias Seifert
17. August 2009 17:02 Uhr
222 Kommentare
Bayerns Innenminister Joachim Herrman forderte kürzlich die Ausweitung der Internetsperren auf rechtsextreme Seiten im Sinne des Jugendschutzes. Demnach soll die von Familienministerin Ursula von der Leyen durchgesetzten Sperren auch auf andere Websites übertragen werden.
Laut einem Artikel der gulli news waren ursprünglich bei der Internetsperrung lediglich kinderpornographische Seiten betroffen, die nun mit einem großen Stop-Schild gekennzeichnet sind, doch wie sich nun herausstellte könnte das erst der Anfang weitaus größerer Zensurmaßnahmen sein. So will sich nun auch Bayerns Innenminister Joachim Herrman (CSU) dafür einsetzen, dass rechtsextreme Seiten auf den heimischen Rechnern gesperrt werden, da diese immer aggressiver und unterschwelliger Jugendliche in die rechtsextreme Szene locken. Diesem Vorschlag schloss sich daraufhin auch der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, an. Der Vorschlag wurde von vielen Seiten begrüßt, weshalb es nicht unwahrscheinlich ist, dass sich dieses Vorhaben durchsetzt und somit weitere Stop-Schilder im (deutschen) Internet verteilt werden.
Laut Jugend-schutz.net gibt es aktuell 1.800 rechtsextreme Seiten im Web.


Natürlich sollte man rechtsextreme Webseiten immer kritisch betrachten, ob damit allerdings ein wirkungsvoller Schritt zur Bekämpfung dieser verfassungsfeindlichen Inhalte getan wäre, ist eher fraglich. Ebenso unklar ist nun, ob es in Zukunft noch weitere Sperren für andere Internetseiten geben wird, denn dies scheint offenbar nur die Spitze des Eisberges zu sein.

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17. Mai 2012 18:58 Uhr