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Digital

AOL verkauft ICQ

René Henrich
5. Mai 2010 11:43 Uhr
434 Kommentare
Am 28. April verkaufte AOL seinen Instant Messaging Dienst ICQ für knapp 200 Millionen Dollar an die russische Firma Digital Sky Technologies.
Nachdem ICQ 1996 von dem israelischen Startup-Unternehmen Mirabilis auf den Markt gebracht wurde, kaufte AOL 1998 das Unternehmen und übernahm damit auch den Instant Messaging Service, so auf businesswire.com nachzulesen. Während ICQ in vielen Ländern eher unbekannt ist, hat sich der Instant Messenger vor allem in Russland, Tschechien, Israel und Deutschland gegenüber seiner Konkurrenz durchgesetzt und als Marktführer behauptet, obwohl er mittlerweile keine signifikanten Vorteile mehr bietet.

Nachdem schon seit Dezember letzten Jahres das Gerücht kursiert, AOL wolle sich von ICQ trennen, kaufte nun am 28. April 2010 laut wikipedia.de die russische Investment-Firma Digital Sky Technologies (DST) für 187,5 Millionen Dollar den Service. Ein Verlustgeschäft für AOL, das damals 400 Millionen Dollar in den Kauf investierte.

Laut DST CEO Yuri Milner habe man den Dienst gekauft, um die wichtige Rolle seiner Firma in Osteuropa und Russland weiter zu festigen und man durch den Namen "ICQ" und seine treuen Nutzer die Möglichkeit hätte, diese Absicht zu realisieren.

Wie es mit ICQ weitergeht, weiß wohl nur DST selbst. So bleibt den Nutzern die Hoffnung, dass sich das Unternehmen nicht ausschließlich auf den osteuropäischen und russischen Raum konzentrieren wird und weiterhin die Kompatibilität zu AIM bestehen bleiben wird, einem Messenger der nach wie vor AOL gehört.
Bildquelle: © stock.xhng, © commons.wikimedia.org/ohne Autor
redakteur
17. Mai 2012 18:51 Uhr